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12.03.2011

Sommer Diesel 462, Modell 2011, Teil 2

Der Wetterbericht versprach Sonne, Temperaturen oberhalb des arktischen Klimas, perfekt.
Jochen Sommer wurde psychologisch auf den zu erwartenden Ansturm von Diesel Infizierten vorbereitet und zur perfekten High noon Time war ein illustrer Haufen auf dem Hof. 

Die Hauptperson des Tages war natürlich auch vor Ort:

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Abdeckung vor dem Anlasser nun Serie


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Hier sieht man deutlich den Unterzug des Rahmens


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Wer sich über den etwas angegammelten Zustand des Prototypen wundert sollte die Geschichte der Erprobung kennen:


Um erste Erfahrungen zu sammeln, wurde ein profunder Kenner der Sommer Diesel „beauftragt“, der holländische „Ironbut“ Gerben.
Sein Motorrad hat jetzt 92.000 km auf der Uhr, aus der Hosentasche holte er noch etwas roten Sand von einer marokkanischen Düne (kein Witz!).


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In der letzten Februar Woche stellte er sein Motorrad zu Jochen, um einen kleinen Kundendienst durchführen zu lassen.
Am nächsten Morgen sollte der Test Zyklus beginnen, die geschlossene Schneedecke vereitelte das :mrgreen:
Einen Tag später war der weisse Müll verschwunden und Gerben testete das neue Modell 14 Tage lang.
Anscheinend wollte er das ausgesprochen gründlich machen, immerhin hat er in dieser Zeit mal eben 10.000 km runtergespult :!:
Bilder der Testfahrt sind hier zu sehen:


Bilder der Testfahrt


Was unter diesen Bedingungen hält, kann man vermutlich guten Gewissens empfehlen!


Nun nutze ich natürlich die Gelegenheit, dass gute Stück zu testen 8-)
Als erstes fällt das deutlich geringere Gewicht auf, wirkt beim Rangieren sehr handlich. Sitzposition etwas tiefer als bei mir, ist aber in gewissen Grenzen anpassbar.
Der Zahnriemen macht sich nicht bemerkbar, funktioniert einfach unauffällig. Motor und Getriebe wie bei meiner, aber das Fahrwerk!
Hände vom Lenker, perfekter Geradeauslauf, keinerlei Pendeln oder Schwingen des Lenkers.
Die Geometrie entspricht fast 100% dem alten Modell, aber das Motorrad fährt sich unglaublich spielerisch, der Rahmen ist absolut steif, perfekte Rückmeldung, lädt direkt zum Kurvenräubern ein. Kein Problem, links und rechts die Rasten an den Boden zu bringen, obwohl die Bodenfreiheit etwas größer als bei meiner ist (geringeres Gewicht).


Fährt sich vermutlich so, wie die englischen Konstrukteure sich das damals vorgestellt hatten, aber auf Grund der Toleranzen wohl nie wirklich umsetzen konnten :twisted:


Jedes Bauteil des Rahmens (hier das Steuerrohr) wird sehr präzise gefertigt, eben keine indischen Toleranzen ;)


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Der Rahmen hat mich begeistert, ohne grosses Eingewöhnen fühlt man sich direkt wohl, bietet nicht jedes Motorrad


well done :mrgreen:


Ende März ≈ Anfang April kann wird dann die erste, auch lackierte :P Version da stehen.