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29.12.2010

Sommer Diesel 462, Modell 2011, Teil 1

Erste Bilder und Info`s vom 2011 er Modell



Wer den aktuellen Motorradmarkt verfolgt, stellt fest, dass klassische Modelle aussterben. Dies hat verschiedene Gründe, verschärfte Umweltauflagen, geänderter Zeitgeist, Kostendruck und Rationalisierung in der Produktion etc.
Auch Traditionsmarken wie Royal Enfield bleiben von dieser Entwicklung nicht verschont, dass aktuelle Modell gefällt nicht jedem. Dazu kommt, Indien ist kein Billiglohnland mehr, von 15 Jahren verdiente ein Facharbeiter ≈ 40 Mark im Monat, heutiger Verdienst ≈ 800$. 
Der Preis der RE hat sich in dieser Zeit etwa verdoppelt.
Bedauerlicherweise geht der ansteigende Kostenfaktor nicht direkt mit der Qualität von Teilen konform, der indische Jamei Faktor ist allgegenwärtig. Außerdem ist die Zuverlässigkeit von Lieferungen sehr schwankend, mitunter kommen eben nur 30% der bestellten Teile, oft sind dann 5% direkt für die Tonne oder bedürfen aufwändiger Nacharbeit. So ist z.B. ein Schutzblech aus italienischer Produktion bei höherer Qualität zum gleichen Preis wie das indische Pendant erhältlich, ohne wochenlange Kommunikation und mit hoher Verlässlichkeit der Lieferung.

Für Hersteller individueller Motorräder wie Jochen Sommer bringt diese Entwicklung natürlich Probleme, auch Kleinserien wie die Sommer Diesel 462 benötigen einen konstanten Nachschub von Komponenten, die schwankende und teilweise unzureichende Qualität macht das Arbeiten nicht einfacher. Die logische Konsequenz ist eine zunehmende Verlagerung der Produktion nach Deutschland bzw. Beziehen von Zubehörteilen aus anderen Quellen wie Italien. Bei einzelnen Komponenten wie Bremsankerplatte, Primärtrieb ist Jochen Sommer diesen Weg schon gegangen, bedeuten faktisch eine Neukonstruktion, einhergehend mit qualitativer Verbesserung der Teile.
Mit dem Wechsel auf das EFI Modell stellt sich auch die Frage nach der Verfügbarkeit mancher Ersatzteile. 
Daher entschloss sich J.S. den Rahmen selbst zu produzieren. Die originalen Rahmen weisen eine ziemlich heftige Streuung in den Maßen auf, außerdem zeigte sich, dass Langstreckenfahrer teilweise völlig schmerzfrei hinsichtlich des Überladens sind, was mitunter zu instabilem Fahrverhalten, u.U. auch zum Bruch führte!

Der Sommer Rahmen besteht aus nahtlos gezogenem ST 35 mit geschlossenen Unterzügen (auf dem Foto nicht ersichtlich, sind noch in der Produktion). 


Das Hauptrohr hat einen 50 mm Durchmesser der Rest dann 40, bzw. 25 mm. Die Versteifungen werden natürlich alle verschweißt, besonderen Wert wird auf qualitativ und optisch hochwertige Nähte gelegt. 
Die Geometrie entspricht prinzipiell dem alten Enfield Rahmen (wobei das ermitteln der Daten schwierig war, es gibt wohl keine 2 die identisch sind ), der Radstand ist 1,5 cm länger. Insgesamt ist die Konstruktion deutlich stabiler als das indische Pendant und bedeutend exakter gefertigt. Schwinge bleibt original, die Aufnahme ist den Bildern zu entnehmen, sehr verwindungssteif aufgehängt, auch in diesem Foto fehlen noch die Schweißnähte.









Die Gabel und das Schutzblech sehen dann wie auf dem Bild aus, Scheibe serienmäßig, Trommelbremse vorne wird nicht mehr produziert. 





Die Casquette entfällt, Gabelbrücken von Sommer, Lampe etwa wie auf dem nachfolgenden Bild.






Armaturen sind noch offen.

Der Tank wird ebenfalls selbst produziert, hat ungefähr den gleichen Inhalt wie der alte (13,5 Liter) und ist gummigelagert, nicht mehr verschraubt.
Es gibt nur Einzelsättel, keine Sitzbank. Der Sattel des Fahrers ist in Grenzen einstellbar.




Motor und Getriebe bleiben identisch, es gibt das 5 Gang Getriebe (Pre Unit) nicht in ausreichender Stückzahl. 
Stärkere Motoren sind momentan nicht geplant, Hatz hat momentan nichts passendes in der Palette, außerdem widerspräche das Sommers Philosophie vom 2-Liter Nutzkrad, unverantwortliche Raser wie OldMan sollen auch schon 2,5 Liter verbraten haben.
Die Option Zahnriemen oder Kette wie gehabt, Speichen und Felgen sind jetzt grundsätzlich aus Edelstahl. Radgröße / Bereifung bleibt bei 3.5 bzw 3.25x19 (Heidenau). 
In das „Loch“ hinter dem Motor kommt vermutlich ein Gussteil mit Deckel als Ersatz für die Seitenkästen. 


Was nicht aus Edelstahl oder aus poliertem Alu besteht, ist Pulverbeschichtet oder hochwertig Lackiert. 
Die Sommer wird auch 2011 kein Massenprodukt sondern ein qualitativ hochwertiges Motorrad mit Raum für individuelle Wünsche. 
Preislich wird sich das Ganze ungefähr im bisherigen Rahmen bewegen, so gegen April dürfte dann, wenn es nicht zu Rückschlägen kommt, die Produktion beginnen
Sobald es Bilder, erste Fahrberichte vom Prototypen gibt, natürlich exklusiv hier im Blog..




23.12.2010

Winteraktivitäten

Die globale Erwärmung schlägt wieder voll durch, abtauende Polkappen kommen in Deutschland als Schnee runter. Das Motorrad steht eingemottet im Eck, also rein in die Wanderstiefel und etwas durch die Landschaft marschiert. 
Der Wanderweg H12 
(Hachenburg - Nistermühle - Kellershof - Morgensonne - Nauberg - Nister - Hachenburg) 
bietet eine ordentliche Runde zur Bekämpfung des Weihnachtsbrötchen Syndroms


Hier nun einige Bilder von der Runde:

Gisela natürlich vorne weg





Fotopause zur Regeneration ;=)






Ein altes Betonwerk










Orientierungspunkt




Die Beschilderung ist relativ gut, manchmal sind die Schilder etwas versteckt, aber eigentlich kein Problem.


Das Bike wurde mit Spike Reifen versehen und dann klappte das ganz gut, sehr Konditionsfördernd 





Übergang nach der Nistermühle






Noch nicht zugefroren





18.11.2010

Meine Lieblingsbilder

Hier werde ich in unregelmässigen Abständen selbst geschossene Bilder einstellen, die ich ganz persönlich und subjektiv irgendwie gut finde, dass kann sowohl den Thematischen Bereich, als auch den rein fotografischen Bereich betreffen.
Als ich vor mehreren Jahren etwas intensiver mit der digitalen Knipserei anfing, kaufte ich mir bewusst keine Spiegelreflex. Damals war ich noch im aktiven Dienst und wollte meine Einsätze dokumentieren. Der Foto sollte einen recht breiten Zoom-Bereich abdecken, musste recht robust sein, nicht zu groß, ausserdem gibt es Gegenden, wo das Fotografieren untersagt ist, in Usbekistan hielt mir ein Soldat ziemlich unfreundlich seine AK unter die Nase, als ich einen streunenden Hund ablichtete. Da ist ein Apparat mit Klappdisplay zum Schießen aus der Hüfte durch den Parka durch sinnvoll. Objektiv Wechsel im Staub Afghanistans ist auch nicht so prall, stabilisiertes Gerät eh ein muss, zumindest bei 400er oder Bilder vom Fahrenden Transportpanzer aus. Als erstes ernsthaftes Gerät hatte ich dann die Panasonic Lumix FZ 30. Die Bilder sind o.k. so lange genügend Licht da ist. Über Bildrauschen etc. brauchen wir hier nicht diskutieren, im Regelfall betrachte ich die auf dem 15“ MacBook, Vergrößerungen auf Poster mache ich selten, geht aber auch.
Aktuell nutze ich die Canon Powershot G7 und die Fuji S200 EXR. Meiner Meinung nach macht die Fuji etwas bessere Bilder, ist mir aber meistens doch schon zu sperrig. Die Praxis zeigt, dass die G7 oft dabei ist, passt gerade noch so in die Jackentasche der Moped Klamotten. Besser ein etwas verrauschtes Bild als gar keines, weil die Knipse zu Hause liegt. Natürlich reizt mich eine gute DSLR mit mehreren Objektiven schon gewaltig, aber Platzbedarf, Gewicht, mal schnell gut 2000€ hinlegen... und, die Frage die für mich entscheidend ist, würde ich damit wirklich bessere Bilder machen?

Tips, Kritik, sonstige Bemerkungen zu den Bildern ausdrücklich erwünscht, freue mich immer über Zuschriften.


Der Fotograf



Spannketten in einer Trans All



Cockpit Trans All






Auf der Fahrt von Split nach Sarajevo



Mazar e Sharif



Kabul international Airport




perfektes Recycling




Camp Marmal, Afghanistan



Amerikanische Technik, bigger is better?



Feldhäuser im Camp Warehouse



High Tech Fahrrad in Kabul, abgeschlossen!



In der Nähe von Mazar e Scharif



Trucker in Kabul




Nun etwas aus dem 2-rädrigen Bereich, zuerst ohne Motor:



Tiger im Anflug



Etwas Schwund ist immer



Unter der A81 bei Immendingen, richtig steil



Bremsen Versagen wäre jetzt Sch....



Keine Gnade für die Wade



Der kam mir in den Vogesen entgegen, Respekt



Mit Motor:

Fahrertraining in Bisingen mit der 610 er Husky



Ein harter Tag für Metzeler 



Schwarzwald, 900 Meter Distanz, die Rennleitung lasert unseren Goldhelm mit 135 km/h aus der Kurve, nicht schlecht für eine 92 er Duke :=)



Als ich jung war, verbaute BMW noch anständige Batterien....



Ebe`s 350 er Royal Enfield



Nachdem das einzige moderne Bauteil (elektronische Zündung) an der alten Harley abgeraucht war, wurde improvisiert. Hat geklappt.



Auch aktuelle Mopeds haben schöne Detail`s, Edgar`s B-King



Ein Bild das ich für meine Tochter bastelte, zum Geburtstag ihres Lovers



Zum 50. meines völlig bekloppten KTM-Freundes, dass Lasergerät, siehe oben..



Ziegel in Eis



in Limburg


Nach dem Regen